SteviaBase: Tafelsüße mit Stevia, Erythrit und Xylit

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Einfache Kohlenhydrate reduzieren

Die Deutschen nehmen durchschnittlich etwa die Hälfte ihrer konsumierten Kohlenhydrate in Form von einfachen Kohlenhydraten auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt jedoch einen maximalen Verzehr von 10 % der täglichen Energiemenge in Form von Zucker. 

Besonders der Konsum von zucker- oder zuckersirupgesüßten Getränken, wie Softgetränken, ist in den letzten Jahren rapide angestiegen. Der Haushaltszucker landet häufig im Kaffee oder Tee und wird meist gar nicht mehr als ungesunder Kalorienträger wahrgenommen. Die Saccharose besteht aus den Monosacchariden Glukose und Fruktose. Glukose ist stark insulinogen, Fruktose stark lipogen; eine fatale Kombination. 

Zucker fördert Adipositas und metabolisches Syndrom

Insbesondere zuckerhaltige Getränke leisten einen gewichtigen Beitrag zur Zunahme von Adipositas und metabolischem Syndrom. Neben der kariogenen Wirkung schlagen süße Getränke mit einer enormen Kalorienmehraufnahme zu Buche. Dies konnten auch Anton et al. 2010 in einer Studie nachweisen: Sowohl gesunde als auch Übergewichtige Probanden wurden in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe nahm vor dem Abend- und vor dem Mittagessen ein Saccharose-gesüßtes Getränk zu sich (493 kcal/Tag), eine Gruppe ein Stevia- und eine Gruppe ein Aspartam-gesüßtes Getränk (je insgesamt 290 kcal/Tag). 

Die Ergebnisse waren eindeutig: der zuckerhaltige Aperitif wirkte sich nicht in einer verminderten Kalorienaufnahme bei den Mahlzeiten aus. Im Gegenteil, die Zucker-Gruppe nahm über den Tag verteilt ca. 300 kcal mehr auf als die beiden Süßstoffgruppen. Die Stevia-Gruppe wies zudem einen verminderten postprandialen Glukosespiegel im Vergleich mit der Zuckergruppe und einen verminderten postprandialen Insulinspiegel im Vergleich zu beiden Gruppen auf (Anton et al., 2010).

Der weltweite Zuckerkonsum hat sich vom Jahr 1900 mit 8 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2000 auf ganze 115 Millionen Tonnen vervielfacht (Macinnis, 2003). Und die Tendenz ist weiterhin steigend. Diese Zahlen unterstützen den Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Übergewicht und erklären die steigende Nachfrage an alternativen Süßungsmitteln.

Gesunde Zuckeralternative SteviaBase

Durch den Konsum gezuckerter Getränke zwischen den Mahlzeiten wird die natürliche Fastenperiode zwischen den Mahlzeiten unterbrochen. Betrachtet man diese Entwicklungen, so werden Alternativen zum klassischen Haushaltszucker immer interessanter. Auf dem Vormarsch sind neben künstlichen Süßstoffen die natürlichen Süßungsmittel.

SteviaBase ist eine Kombination aus drei dieser natürlichen Süßungsmittel: Steviolglykoside, Erythrit und Xylit. SteviaBase schmeckt angenehm süß ohne den typischen Steviageschmack oder Aromen – aber mit 50 % mehr Süßkraft als Zucker. Gleichzeitig liefert es die basischen Mineralstoffe Magnesium und Calcium. 

Das in SteviaBase enthaltene Xylit trägt zum Erhalt der Zahnmineralisierung bei und bewirkt gemeinsam mit Erythrit und den Steviolglykosiden, dass der Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigt. Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung sowie zur Erhaltung von Knochen und Zähnen bei. Auch Calcium wird für den Erhalt von normalen Knochen und Zähnen benötigt.

Vergleich unterschiedlicher Süßungsmittel (Livesey, 2003)
Süßungsmittel GIykämischer Index Kilokalorien pro 100 g Insulin-Index
Xylit 13 240 11
Erythrit 0 0 2
Saccharose 65 387 43
Glucose 100 410 100
Steviaglykosid 0 0 0

Erythrit und Xylit

Erythrit ist ein Zuckeralkohol, der in zahlreichen Nahrungsmitteln, wie beispielsweise Pilzen und Früchten, vorkommt. Erythrit wird im Gegensatz zu Sorbit oder Mannit bereits größtenteils im Dünndarm resorbiert und mit dem Urin ausgeschieden; es gelangt nicht in das Colon. Erythrit führt dadurch nicht zu den bei Zuckeralkoholen häufigen Nebenwirkungen wie Blähungen oder Diarrhoe und ist nahezu kalorienfrei (Scientific Committee on Food, 2003). 

Xylit (Xylitol) ist ebenfalls ein Zuckeralkohol und in der Rinde von Birken und auch in den faserigen Bestandteilen verschiedener Nahrungsmittel zu finden, z.B. in Pflaumen, Beeren oder Hafer. Bei Fruktosemalabsorption ist Xylit einer der wenigen Zuckeraustauschstoffe, die meist gut vertragen werden. Xylit ist 40 % kalorienärmer als Haushaltszucker und verfügt zudem über vielfältige positive Eigenschaften.

Magnesium

Magnesium ist wichtig für die zelluläre Energiegewinnung, einen regelmäßigen Herzschlag, die Muskelarbeit, die Nervenfunktion und die Reduktion von Müdigkeit. Kurz gesagt: Magnesium ist das wichtigste Anti-Stress-Mineral! Besonders Vollkornprodukte, Samen, Nüsse und Gemüse enthalten Magnesium. Durch die moderne Landwirtschaft und vor allem durch die industrielle Verarbeitung (Weißmehl statt Vollkorn) ist die Magnesiumaufnahme im letzten Jahrhundert erheblich gesunken. Magnesiummangel ist daher weit verbreitet und macht sich in ausgeprägten Fällen beispielsweise durch Muskelzittern, Krämpfe, Kopfschmerzen, Überreiztheit und innere Unruhe bemerkbar. Fehlt das Mineral, fällt es uns schwerer, mit psychischen Belastungen umzugehen. Zudem schützt es Herz und Gefäße. 

Magnesium dient auch zum Aufbau basischer Pufferreserven. Bei anhaltender Übersäuerung werden die Magnesiumvorräte des Körpers, die sich größtenteils in den Knochen befinden, angegriffen. Eine Magnesiumsupplementation kann nachweislich die Insulinsensitivität verbessern. Dies trifft auch bei Personen mit Übergewicht und normalen Blutmagnesiumwerten zu (Mooren et al., 2011; Guerrero-Romero et al., 2004). Erhöhte Magnesiumzufuhr ist besonders im Hinblick auf die Vermeidung diabetischer Spätfolgen (Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall usw.) wichtig.

Calcium 

Calcium wird für den Erhalt von normalen Knochen und Zähnen benötigt.

Eine Meta-Analyse der veröffentlichten Studien zeigt, dass eine Unterversorgung mit Vitamin D und Calcium den Blutzuckerspiegel negativ beeinflussen, während die gemeinsame Supplementierung günstig für den Zuckerstoffwechsel ist (Pittas et al., 2007). Allerdings sollte Calcium besser nicht in Einzeldosen über 800 mg verabreicht werden. 

SteviaBase verfügt über ein Calcium zu Magnesium Verhältnis von ca. 1:1.

Literatur

  • Anton SD, Martin CK, Han H, Coulon S, Cefalu WT, Geiselman P, Williamson DA.(2010): Effects of stevia, aspartame, and sucrose on food intake, satiety, and postprandial glucose and insulin levels. Appetite. 2010 Aug;55(1):37-43. Epub 2010 Mar 18.
  • Guerrero-Romero F, Tamez-Perez HE, González-González G, Salinas-Martínez AM, Montes-Villarreal J, Treviño-Ortiz JH, Rodríguez-Morán M (2004): Oral magnesium supplementation improves insulin sensitivity in non-diabetic subjects with insulin resistance. A double-blind placebo-controlled randomized trial. Diabetes Metab. 2004 Jun;30(3):253-8.
  • Macinnis, P.: Bittersweet: The Story of Sugar. Allen & Unwin, 2003.
  • Mooren FC, Krüger K, Völker K, Golf SW, Wadepuhl M, Kraus A (2011): Oral magnesium supplementation reduces insulin resistance in non-diabetic subjects - a double-blind, placebo-controlled, randomized trial. Diabetes Obes Metab. 2011 Mar;13(3):281-4. doi: 10.1111/j.1463-1326.2010.01332.x.
  • Pittas AG, Lau J, Hu FB, Dawson-Hughes B (2007): The Role of Vitamin D and Calcium in Type 2 Diabetes. A Systematic Review and Meta-Analysis. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism June 1, 2007 vol. 92 no. 6 2017-2029
  • Scientific Committee on Food (2003): Opinion of the Scientific Committee on Food on Erythritol (opinion expressed on 5 March 2003); http://ec.europa.eu/food/fs/sc/scf/out175_en.pdf (21.08.12)