Darmsanierung als Weg zu neuer Gesundheit

Aus Thera-Pedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Download PDF

Darmflora – Entscheider über Gesundheit und Krankheit

Der Darm lebt: Etwa 100 Billionen Bakterien besiedeln unser größtes Verdauungsorgan. Das sind ungefähr zehnmal so viele Zellen wie unser ganzer Körper fasst. Die Mikroorganismen leben von uns – und wir leben von ihnen. Denn die Kleinstlebewesen sind sowohl für die Verdauung als auch für das Immunsystem unerlässlich. Über 500 Arten Darmbakterien überfluten den Darm mit ihren Stoffwechselprodukten. Ob mit gesunden oder mit giftigen, darüber entscheidet die Zusammensetzung der Darmflora. Und diese wird vor allem von unserer Ernährung bestimmt.

Wir sind auf Mikroben im Darm angewiesen: Die Mikroorganismen sorgen nicht nur dafür, dass Nährstoffe verdaut und verwertet werden, sondern sie schützen den Darm auch vor aggressiven Schadstoffen und verhindern, dass sich krankheitserregende Viren, Bakterien oder Pilze in die Darmschleimhaut einnisten und Infektionen auslösen. Außerdem versorgen die wohlwollenden Bakterien die Immunzellen mit wichtigen Informationen, und sie produzieren Vitamine. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, nehmen krankmachende Keime immer mehr den Platz der gesundheitsfördernden Bakterien ein. Typische Symptome treten auf, und zahlreiche Krankheiten können folgen: Allergien, rheumatische Erkrankungen und Hautleiden – Krankheiten, die oft nicht mit einer gestörten Darmfunktion in Verbindung gebracht werden.

Das gesunde Darmmilieu ist leicht sauer

Gesundheitsfördernde Mikroorganismen wie Bifidobakterien und Lactobazillen fühlen sich nur dann wohl, wenn der Dickdarm leicht sauer ist. Ist das Darmmilieu basisch, finden krankmachende Pilze und Fäulnisbakterien die besten Lebensbedingungen. Eine fleischreiche und ballaststoffarme Ernährung führt zu einer deutlichen Abnahme gesunder Darmbakterien und zum Wachstum gesundheitsgefährdender Keime wie Clostridien. Das Gleiche gilt für Antibiotika – auch für die, die als Folge der Tiermast im Fleisch enthalten sind. Sie fördern schädliche Bakterien. Diese produzieren schädliche Stoffwechselprodukte (Fäulnisgifte) und verdrängen die gesunde, schützende Flora (man nennt dies Dysbiose). Doch ist das Darmmilieu sauer, haben die gefährlichen Bakterienstämme keine Chance, da eine gesunde Darmflora sie verdrängt.

Nicht nur eine ungesunde Ernährung kann das Darmmilieu aus der Bahn werfen, sondern auch besonders starke Basenmittel wie Natriumbicarbonat, Calciumcarbonat und Antazida (Magnesiumhydroxid/Aluminiumhydroxid). Denn je basischer ein Basenmittel, desto stärker alkalisiert es die Dickdarmflora. Besonders schonend sind Citrate, da sie ihre basische Wirkung weniger im Magen-Darm-Trakt entfalten, sondern vor allem im Zellstoffwechsel. 

Der Darm als Nabel der Gesundheit

In der Regel hat der Darm kleine und kurzfristige Belastungen gut im Griff. Werden Angriffe aber massiv und von Dauer, können ernstzunehmende Störungen und Erkrankungen entstehen. Immer mehr Menschen leiden unter Störungen der Darmflora (Dysbiose), Darmschleimhaut (Entzündung) und der Darmfunktion (Verdauungsstörungen, Durchfall, Verstopfung). Und viele Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Immunerkrankungen und Krebs haben ihren Ursprung im Darm. Denn chronische Magen-Darm-Probleme (30-35 % der Bevölkerung leiden z.B. unter Verstopfung) führen zur Selbstvergiftung des Körpers. Auch gesunde Nahrung produziert Gifte, wenn sie zu lange im Verdauungstrakt bleibt. Meist treten die Störungen nicht schlagartig auf, sondern entwickeln sich schleichend. Anfänglich wird die Balance zwischen Darm und Darmflora gestört – zu spüren durch Völlegefühl und leichte Verdauungsprobleme. Stress, ballaststoffarme Ernährung, Infektionen, Hefe- und Schimmelpilze sowie Antibiotika und genetische Störungen wie die Laktose-Intoleranz können die Situation verstärken und schließlich zu Darmerkrankungen führen.

Dass viele Krankheiten ihren Ursprung im Darm haben, hat noch einen anderen Grund: Der Darm ist Hauptsitz des Immunsystems. In der Darmschleimhaut sitzen mehr als 70 Prozent der gesamten Abwehrzellen des Körpers. Das darmeigene Immunsystem produziert Immunglobuline (IgA) – Proteine zur Abwehr körperfremder Substanzen. Im Darm werden die Immunzellen für ihre Aufgabe im ganzen Körper geschult und vorbereitet. Doch das Abwehrsystem des Darms besteht nicht von Geburt an, sondern es muss trainiert werden. Ist der Darm geschwächt, verliert das gesamte Immunsystem an Stärke. Und umgekehrt kann es bei einer Abwehrschwäche zu Störungen im Magen-Darm-Trakt kommen. In beiden Fällen gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht.

Eine weitere Besonderheit des Verdauungsorgans: Neben dem Gehirn verfügt der Darm über die größte Anhäufung von Nervenzellen, man spricht daher vom Bauchhirn. Und die Neurone im Verdauungstrakt sprechen die gleiche Sprache wie ihre Verwandten im Gehirn: Sie reagieren auf das Glückshormon Serotonin und den Stress-Botenstoff Adrenalin. Der Darm produziert sogar 80 Prozent des gesamten Serotonins des Körpers und bestimmt, ob wir uns wohl fühlen oder nicht. 

Das "Bauchhirn" analysiert die Zusammensetzung der Nahrung, organisiert die Abwehr von Bakterien, kontrolliert Hormone und Sekrete und kontrolliert den Transport des Darminhalts, indem es die Muskelzellen im Darm koordiniert. Störungen des Transports sind oft die Ursache für Magen-Darm-Beschwerden. So kontrolliert das Bauchhirn die Aktivität des Verdauungstraktes und bestimmt, ob wir uns wohl fühlen. Falsche Ernährung, Stress und Bewegungsmangel stören vermutlich die Funktion dieser Nervenzellen und führen zum Reizdarm mit seinen typischen Symptomen wie Unwohlsein, Krämpfe und Durchfall.

Unser heutiger Lebensstil sorgt für:

  • stark veränderte Darmbewegung (Durchfall, Verstopfung, Blähungen)
  • vermehrte bakterielle Besiedlung im Dünndarm mit möglichen Krankheitserregern 
  • zu wenig Verdauungsenzyme und schlechtere Nährstoffverwertung 
  • chronische Entzündungsprozesse und Leaky Gut
  • Zerstörung von Darmzellen und Zellentartung

Ammoniak: Gift für Darm und Leber

Das wichtigste Entsäuerungsorgan ist die Leber. Sie ist das "Klärwerk" des Körpers und entsorgt Fremdsubstanzen und Stoffwechselgifte. Ihre Entsäuerungsrate übersteigt die der Niere um das Vierzigfache! Wie sie das macht? In den Leberzellen befinden sich so viele Mitochondrien, dass sie ein Fünftel des Zellvolumens ausmachen. Diese Zellorganellen sind die Energiekraftwerke der Zelle. Hier werden unter anderem organische Säuren wie Milchsäure und Zitronensäure verbrannt. Das verbraucht Sauerstoff und Kohlendioxid entsteht – die Zelle atmet. Bevor der "Stoffwechsel-Ofen" die Nährstoffe in der Atmungskette verbrennt, muss aus ihnen Kleinholz gemacht werden – im Citratcyclus, der "Stoffwechsel-Kreissäge".

Die Entsäuerungsleistung der Leber hängt stark von der Belastung durch Stoffwechselgifte ab: Neben Alkohol und Medikamenten belastet vor allem Ammoniak die Leber. Das aggressive Reizgas entsteht im Darm beim Abbau von Proteinen, und es verschlägt den Zellen regelrecht den Atem: Ammoniak blockiert den Citratcyclus, indem es einen wichtigen Reaktionsbaustein entfernt (alpha-Ketoglutarat) und damit die gesamte Energiegewinnung der Zelle ausbremst.

Die Darmflora bildet bei einem durchschnittlichen Proteinverzehr täglich etwa fünf Gramm Ammoniak. Das entspricht einem Volumen von 6,6 Litern und ist der Gasinhalt von 44 handelsüblichen Deodorantflaschen. Wer eine gesunde Leber hat, spürt davon nichts – abgesehen von einer latenten Müdigkeit. 

Ammoniak ist stark basisch. Und je mehr Fleisch konsumiert wird, desto basischer ist der Dickdarm und desto höher die Ammoniakbelastung der Leber. Denn in einem basischen Milieu nimmt der Darm den Ammoniak vollständig auf, transportiert ihn zur Leber, die ihn in Harnstoff und Glutamin umwandelt und damit entgiftet. Aber: Ein Fünftel der Harnstoffmenge wird wieder in den Darm abgegeben. Der spaltet ihn in Ammoniak und Bicarbonat, und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Je basischer der Darm, desto schwerer ist es für den Körper, den Ammoniak auszuleiten. In einem gesunden, sauren Dickdarmmilieu liegt Ammoniak als ungiftiges Salz vor, das mit dem Stuhl 400-mal besser ausgeschieden wird als das Gas. Der stark basische Ammoniak hebt den pH-Wert des Darms an und fördert damit eine ungesunde Darmflora, deren Stoffwechselprodukte die Leber zusätzlich belasten. Denn die Pilze vergären Zucker zu giftigen Fuselalkoholen, und die Fäulnisbakterien bilden neben Ammoniak andere leberschädigende Zellgifte.

Ungebetene Gäste: Pilze im Darm

Ein Darm mit einer gestörten Flora wird zunehmend wehrloser gegenüber möglichen Krankheitserregern wie Candida und Darmparasiten, die durch ihre Stoffwechselprodukte (z.B. Fuselalkohole) eine zusätzliche Schädigung der Darmschleimhaut bewirken. 

Schädliche Hefepilze wie Candida albicans sind für den Darm gefährlich, denn sie können sich an den Zellen der Darmschleimhaut festwachsen und sich dort vermehren. Selbst die Magensäure kann ihnen nichts anhaben, und so gelangen sie unbeschadet in den Darm. Hefepilze ernähren sich vor allem von Zucker, den sie zu Kohlendioxid (Gasbildung) und Alkohol verstoffwechseln.

Oft führen Antibiotika zu einer Verpilzung des Darms, da sie die schützende Darmflora angreifen. Dann ist es dringend notwendig, nach der Behandlung die gesunde Darmflora wiederaufzubauen. Bestimmte Hefepilze wie Saccharomyces boulardii verhindern die Verpilzung unter antibiotischer Therapie. Auch eine gesunde Darmflora mit Lactobazillen und Bifidiobakterien wirkt der Verpilzung entgegen.

Haben Sie Pilze im Darm?

Ein Pilzbefall des Darms kann sich durch Blähungen, Heißhunger auf Süßes, Völlegefühl und gelbliche Verfärbung des Stuhls bemerkbar machen. Manchmal klagen Betroffene über ständige Müdigkeit. Typische Anzeichen sind auch Allergien, Neurodermitis und chronische Ekzeme, Neigung zu Candida-Pilzen auch im Mund und Rachen, Haut- oder Nagelpilzerkrankungen, Pilzerkrankungen im Genitalbereich, brüchige Nägel, chronische Magen-Darm-Schleimhautentzündung, Durchfall oder Verstopfung, Juckreiz an Schleimhäuten und/oder am Darmausgang, chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen/Migräne und häufige Infekte. Begünstigend wirken Erkrankungen wie Zöliakie, Diabetes, Rheuma, Krebs, Aids oder Schwächungen der Immunsystems. Auch extrem viel Stress, Amalgambelastung und Immundämpfer wie Kortisol wirken störend.

Der Giftzwerg im Magen: Helicobacter pylori

Ein weit verbreitetes Problem ist die Besiedelung durch den Magenkeim Helicobacter pylori. Jeder zweite auf dieser Welt ist davon betroffen. Helicobacter hat eine schlaue Strategie entwickelt, um sich vor dem Magensaft zu schützen: Er hüllt sich in eine basische Ammoniak-Wolke, um die Säure zu neutralisieren. Der Keim verursacht insbesondere durch das aggressive Ammoniak chronische Magenschleimhautentzündungen, die sich zu einem Geschwür oder in seltenen Fällen zu Krebs (1 Promille der Infizierten) entwickeln können. 

Die Anzeichen einer Infektion sind meist unspezifische Befindlichkeitsstörungen des Verdauungstraktes wie Völlegefühl, Übelkeit, Mundgeruch, Stuhlunregelmäßigkeiten und Blähungen. Auffällig ist auch eine Unverträglichkeit bzw. Abneigung gegen saure Speisen wie Obstsäfte, frisches Obst oder sauer Eingelegtes. Die durch Ammoniak geschädigte Magenschleimhaut reagiert dabei empfindlich auf saure Reize. Treten die Symptome über einen längeren Zeitraum auf, ist ein Nachweis mittels Magenspiegelung, Atemtest oder aus dem Stuhl dringend zu empfehlen. 

In 95% der Fälle ist die Eradikationstherapie mit 2 bzw. 3 Antibiotika und einem Protonenpumpenhemmer erfolgreich. Aber es gibt auch naturheilkundliche Methoden, die helfen können: z.B. Granatapfel-Elixier, Regenerat imun, hochdosiertes Vitamin C und Frequenztherapien. Auf Dauer bringen Probiotika und präbiotische Ballaststoffe einen Schutzeffekt.

Der löchrige Darm – Folge der gestörten Darmflora

Pilze und krankmachende Bakterien greifen ständig die Darmschleimhaut an. An bzw. in der Darmschleimhaut häufen sich Entgiftungs- und Entzündungsreaktionen, welche die Stabilität der Darmschleimhaut verletzen und das „Leaky Gut“-Syndrom, den „löchrigen Darm“, hervorrufen. Durch die Poren fluten nun Giftstoffe von Bakterien, Pilzen und Parasiten, Allergie auslösende Nahrungspartikel und Bestandteile aus dem Darm in das nachgeschaltete Darmlymphsystem ein und belasten unser Immunsystem. Chronischer Schnupfen, Erschöpfung, asthmatische Beschwerden und Schwindel sind die Folge.

Funktionelle Magen-Darm-Probleme und Nahrungsmittelunverträglichkeiten 

Wenn der Magen-Darm-Trakt Probleme macht, die keinen offensichtlichen Grund haben, wie beispielsweise beim Reizdarmsyndrom, wird dies oft vorschnell als psychisch bedingt abgetan. Oft liegt aber tatsächlich eine organische Ursache zugrunde. Störungen der Darmflora und der Darmbarriere können beispielsweise Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall auslösen.

Auch die Verbreitung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten hat deutlich zugenommen. Gluten, Laktose, Fruktose, Histamin und Co. machen vielen das Essen schwer. 

Hinter einer Neigung zu starken Blähungen und vielen Unverträglichkeiten („Reizdarm“) versteckt sich meist eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms, SIBO (Small Investive Bacterial Overgrowth) genannt. Diese entsteht, wenn bestimmte Lebensmittel trotz einer Unverträglichkeit in zu großen Mengen konsumiert werden. Oft liegen eine Fruktose-Malabsorption (starke Blähungen etwa 30-60 Minuten nach dem Verzehr von Apfelsaft, Sorbit oder Fruktose) und/oder eine Laktoseintoleranz (Blähungen nach Laktose) zu Grunde. Die vom Dünndarm nicht aufgenommenen Zucker sorgen dann für eine Zunahme der Bakterien im Dünndarm. Ballaststoffe und FODMAPs (Fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole) werden in der Folge bereits im Dünndarm fermentiert und führen dann schon ca. eine halbe bis eine Stunde nach einer Mahlzeit zu starken Blähungen im oberen Bauchbereich. 

Durch eine gezielte positive Beeinflussung von Darmmilieu und Darmflora kann bei Unverträglichkeiten oft eine Besserung erzielt werden. 

Wenn die Klappe nicht dichthält

Aufgrund psychischer Belastungen, Fehlstellung des Beckens und Verspannung der Rücken- und Beckenmuskulatur wird die Klappe zwischen Dünndarm und Dickdarm (Iliozökalklappe) in ihrer Funktion gestört. Dadurch fließt der Dickdarminhalt wieder zurück in den Dünndarm; die natürliche Einbahnstraße für den Nahrungsbrei wird sozusagen in Gegenrichtung befahren. Im Dünndarm entstehen Giftstoffe, bakterielle Überwucherungen, die zu Völlegefühl, Blähungen, Herzdruck, Kopfschmerzen usw. führen. 

Verdauungsstörungen übertragen sich auf andere Organe und Systeme

Damit die Verdauung optimal funktioniert, müssen die einzelnen Organe zusammenarbeiten. Eine Störung auf einer einzelnen „Etage“ kann den gesamten Verdauungsprozess durcheinanderbringen.

Ebene der Verdauung Störungen / Symptome Häufige Ursachen
Mund Zahnanomalien, Speichelmangel Kauverhalten, Kaustörungen
Magen Entzündung Gastritis (A, B, C-Typ), Helicobacter-pylori, Krebs
Unterfunktionen Säure- oder Bikarbonatmangel
Dünndarm Entzündung Zöliakie, Laktose-Unverträglichkeit, Fruktosemalabsorption, Histaminose, Allergie, bakterielle Überwucherung, krankmachende Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Parasiten, Viren)
Verdauungsschwäche Pankreas, Galle
Dickdarm Entzündung, Gasbildung, Verstopfung Dysbiose, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Parasiten 

Doch nicht nur die Verdauungsorgane sind betroffen. Der Bauchraum ist ein sehr kompakt gebautes, geschlossenes System. Dickdarm und Dünndarm haften durch eine über Blutgefäße, Nerven und Lymphgefäße führende Aufhängung an der Hinterwand der Bauchhöhle an. Gleichzeitig müssen sie sich den Raum mit der Leber, der Milz, der Bauchspeicheldrüse usw. teilen. Störungen in einem Organ werden so z.B. über seine Aufhängungen oder seinen Raumbedarf auf andere Bauchorgane übertragen. Störungen des Dickdarms und des Muskelrings zwischen Dünn- und Dickdarm werden auf die Beckenknochen und die Lendenwirbelsäule weitergeleitet. Aus diesem Grund sind Darmstörungen oft mit Rückenbeschwerden und umgekehrt verknüpft. Störungen wie Blähungen werden bis ins Hüftgelenk, Kniegelenk oder Kiefergelenk weitergeleitet. Dort machen sie sich als Gelenkproblem oder z.B. als Zahnknirschen bemerkbar. 

Im Bauchraum zeigen sich Blähungen durch eine typische Bauchform an. Es kommt zum Zwerchfellhochstand und Druck auf das Herz mit Herzstechen, das sog. Römheldsyndrom. Die eingeschränkte Atmung führt zu einer verminderten Bewegung des Zwerchfells. Die Bauchorgane werden nicht mehr ausreichend massiert und ihre Funktion nicht unterstützt. Eine schleppende Verdauung und eine Neigung zur Verstopfung können daraus resultieren.

Tipp: Blähungen wegmassieren: Es gibt spezielle Massagetechniken (z. B. osteopathische Bauch- und Beckenbehandlung, Bauchlymphdrainage, F.X. Mayr-Bauchbehandlung), die sich hier sehr gut bewährt haben und die Sie zum Teil selbst durchführen können.

Das 4-Punkte-Programm der Darmsanierung

Eine erfolgreiche Darmregeneration sollte sich aus vier wesentlichen Aspekten zusammensetzen: 

  1. Beachtung der biologischen Ordnung 
  2. Regeneration von Darmschleimhaut und Entgiftungssystemen
  3. Reinigung des Darms, Regulation der Darmpassage 
  4. Aufbau einer gesunden Darmflora

1. Beachtung der biologischen Ordnung

Wir können nur dann gesund sein, wenn wir die natürlichen Bedürfnisse unseres Körpers beachten und dementsprechend leben. Dazu gehört das Einhalten der biologischen Rhythmen (Organuhr). Nachts zwischen 23.00 Uhr und 4.00 Uhr morgens entgiftet sich der Körper. In dieser Regenerationszeit ist der Schlaf am wertvollsten. Morgens von 5.00 Uhr bis 7.00 Uhr ist die Zeit des Dickdarms, gefolgt von der des Magens. Dies ist also die beste Zeit, um den Darm zu entleeren und dann in Ruhe zu frühstücken. Die weiteren Mahlzeiten sollten in fünfstündigem Abstand eingenommen werden, ohne ein kontinuierliches Häppchen hier – Häppchen dort. Von dieser Regelmäßigkeit profitieren Ihre Figur und Ihr Darm. 

Regelmäßige, vollwertige Mahlzeiten sind entscheidend für die Gesundheit. Wichtig ist aber auch, auf die individuelle Verträglichkeit zu achten. Denn nicht alles, was gesund ist, bekommt jedem. Sinnvoll ist es, eine Ernährungsumstellung mit einer Darmreinigung zu beginnen und im Anschluss einen allmählichen Kostaufbau durchzuführen.

Frische und naturbelassene Nahrungsmittel sind besser verdaulich, wenn sie in Ruhe gegessen werden. Doch nicht nur Hektik schlägt sich auf die Verdauung nieder, sondern auch zu große Mengen Nahrung. Wer oft Heißhunger verspürt, sollte sich fragen, ob er wirklich regelmäßig isst oder ob er an einem Mangel an essentiellen Nährstoffen leidet. Denn Heißhunger ist entweder ein Signal des Körpers, dass ihm etwas fehlt oder aber das Ergebnis eines stark schwankenden Blutzuckerspiegels.

2. Regeneration von Darmschleimhaut und Entgiftungssystemen

Die Epithelzellen der Darmschleimhaut leisten Schwerstarbeit für unsere Gesundheit. Um zuverlässig zu funktionieren, brauchen sie die richtigen Nährstoffe. Die Darmschleimhaut nimmt die Nährstoffe und Mikronährstoffe aus unserer Nahrung auf, transportiert sie in den Körper und ist wichtig für die Entgiftung. Die Epithelzellen, also die Zellen an der Oberfläche der Schleimhaut, unterliegen dabei einem hohen Verschleiß: Sie erneuern sich alle ein bis zwei Tage. Um in dieser kurzen Zeit auf höchstem Niveau zu funktionieren, müssen sie optimal mit Nährstoffen versorgt sein – andernfalls steigt das Risiko für permanente Erschöpfung und Müdigkeit, Allergien und Autoimmunerkrankungen. Besonders wichtig ist die Versorgung der Epithelzellen für Personen, deren Darmschleimhaut großen Belastungen ausgesetzt ist, etwa durch andauernden Stress, eine Chemotherapie oder bereits bestehende chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.

Wie die Forschung zeigt, lässt sich Erschöpfung als Folge einer angegriffenen Darmschleimhaut durch eine Ernährungsweise verbessern, die reich an regenerativ wirkenden Nährstoffen ist (Maes und Leunis, 2008). Wichtig sind in diesem Zusammenhang sind:

  • das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren wirken antientzündlich, Omega-6-Fettsäuren dagegen entzündlich
  • gut bioverfügbares Protein: entweder in hydrolysierter Form oder in Kombination mit einem eiweißspaltenden Enzym wie Bromelain
  • antientzündliche und antioxidativ wirksame Substanzen: z. B. L-Glutamin, N-Acetyl-Cystein, L-Carnitin, Taurin, Curcumin
  • Aminosäuren wie Glutamin und Lysin 
  • sowie eine Reihe von Spurenelementen und Vitaminen: Zink, Selen, Vitamine A, D, B-Vitamine

Vor allem angegriffene, aber auch gesunde Schleimhäute sollten durch die ausreichende Versorgung mit den genannten (Mikro-)Nährstoffen gepflegt werden. Damit diese ihre Wirkung optimal entfalten können, ist die gemeinsame Einnahme am besten, z. B. mit Regenerat imun. So können selbst Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen einige ihrer Symptome allein durch die richtige Nährstoffaufnahme lindern.

3. Reinigung des Darms und Regulation der Darmpassage mit Ballaststoffen

Eine ballaststoffreiche Ernährung unterstützt die gesunde Darmflora, senkt den Cholesterinspiegel, bindet Giftstoffe und hilft dem Körper, Gallensäuren auszuscheiden. Ballaststoffe sorgen für einen niedrigeren Blutzuckeranstieg nach den Mahlzeiten und damit für eine längere Sättigung. Außerdem senken Ballaststoffe das Risiko an Herz-Kreislauf-Störungen und Krebs zu erkranken. Lösliche Ballaststoffe wie Inulin und Pektin sind Nahrung für die gesundheitsfördernde Darmflora. Und unlösliche Ballaststoffe wie Flohsamen, Kleie und Zellulose aus Gemüse und Obst erhöhen das Stuhlvolumen und verkürzen die Passagezeit durch den Darm. Ballaststoffe kommen nur in pflanzlichen Lebensmitteln vor.

Unsere Haut waschen und cremen wir regelmäßig. Schließlich möchten wir gepflegt aussehen. Mit der Lunge gehen wir schon weniger schonend um, doch der Darm wird am meisten vernachlässigt. Und das, obwohl er mit einer Gesamtoberfläche von 300 Quadratmetern das größte Organ ist. 

Infolge ballaststoffarmer Ernährung bleiben Kotreste an der Darmwand hängen – die Brutstätte für pathogene Bakterien und Pilznester. Die Folge: Lebenswichtige Vitalstoffe können nicht ausreichend aufgenommen werden, und es kommt zu Verstopfungen, Entzündungen und zur Veränderung der Darmflora. Passiert die Nahrung den Darm zu schnell, werden die Nährstoffe nicht aufgenommen. Verweilt sie zulange im Darm, bilden sich Giftstoffe. Die normale Passagezeit vom Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme ist etwa ein Tag.

Eine Darmreinigung mit Quellstoffen, Kräutern und Beeren hilft, alte Schlacken zu lösen, die Darmschleimhaut zu reinigen und die Darmpassage zu regulieren. Das ist die Grundlage für eine gesunde Darmflora.  Seit über 2500 Jahren wird in der indischen Heilkunde, dem Ayurveda, der Reinigung und Regulation des Darms eine zentrale Bedeutung gegeben. Denn eine sanfte Darmreinigung (zum Beispiel Sanacolon) hilft, den Darm gesund zu halten:

  • Quell-Ballaststoffe aus Flohsamen normalisieren die Darmfunktion sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfällen
  • Beeren wie Amla, Terminalia chebula, Embelia ribes, Terminalia belerica sowie Fenchel und Anis haben sich seit Jahrtausenden bei Darmproblemen bewährt und hemmen Entzündungen
  • Entblähend und schützend für die Darmschleimhaut
  • Angenehmer Geschmack und Konsistenz
  • Dank der sanften Wirkung dauerhaft einsetzbar

Achtung bei Reizdarm 

Liegt eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO) vor, ist die Aufnahme größerer Mengen Ballaststoffe ungeeignet. Stattdessen ist eine Leinsamenkur hilfreich.  Leinsamen reduzieren SIBO und Reizdarm.  Nehmen Sie 2- bis 3-mal täglich 1 Esslöffel Leinsamen (10 g) mit einem Glas Flüssigkeit ein, ohne sie zuvor quellen zu lassen. Trinken Sie 1-2 Gläser Wasser nach. Die Leinsamen müssen hierbei ungeschrotet aufgenommen werden, so dass die Ballaststoffe im Dünndarm nicht zugänglich sind und die Samen erst im Dickdarm aufquellen. 

Die unverträglichen Lebensmittel sollten vermieden werden. Bei starken Beschwerden ist eine sogenannte FODMAP-Diät sinnvoll. Die FODMAP-Diät ist eine Eliminierungsdiät zur Linderung der Symptome z.B. bei Reizdarm. FODMAPs sind osmotisch aktiv und werden schnell fermentiert, weshalb sie bei einigen Menschen Beschwerden (Blähungen, Durchfall) auslösen. Das Vermeiden der FODMAPs kann die Symptome bei Reizdarmsyndrom deutlich verbessern. 

Die FODMAP-Diät beginnt mit einer sechswöchigen Phase mit vollständigem Verzicht auf FODMAP. Danach werden die entsprechenden Lebensmittel langsam nach und nach in steigender Dosierung wiedereingeführt, um festzustellen, welche Mengen noch verträglich sind. Diese Lebensmittel sollten Betroffene sechs Wochen lang meiden:

  • Weizen, Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, Knoblauch, Zwiebeln, Artischocken
  • fruktosereiches Obst, fruktosereiche Fertigmahlzeiten und Soft Drinks
  • Süßstoffe mit Sorbitol, Mannitol oder Xylitol

4. Aufbau einer gesunden Darmflora

Parallel mit der Reinigung und Stärkung der Darmschleimhaut gilt es, ein gesundes Darm-Ökosystem aufzubauen, denn was nützen die schönsten Mauern und Tapeten, wenn im Haus Chaoten wohnen. Optimalerweise werden präbiotische Ballaststoffe mit Milchsäure und probiotischen Bakterien kombiniert. Milchsäure und Ballaststoffe sorgen für ein gutes Darmmilieu, in dem sich die gesunden, probiotischen Bakterien wohl fühlen und vermehren. Diese produzieren wiederum Milchsäure, so dass sich das Darmmilieu im Idealfall langfristig selbst reguliert.  

Milchsäure unterstützt Darm und Leber

Milchsäure senkt den pH-Wert im Darm. Die Ansäuerung verhindert zum einen, dass der Darm das giftige Ammoniak aufnimmt und scheidet es stattdessen als Ammoniumsalz aus, und zum anderen hemmt sie das Wachstum krankmachender Mikroorganismen. Dadurch unterstützt Milchsäure die Entgiftungs- und Entsäuerungsfunktionen der Leber.

Die Darmflora verstoffwechselt die Milchsäure direkt zu Buttersäure. Diese kurzkettige Fettsäure ist für die Darmschleimhaut besonders wichtig, denn die Schleimhautzellen gewinnen etwa 70 Prozent ihrer Energie aus ihr. Leiden die Zellen unter Energiemangel, können Lücken in der Darmschleimhaut entstehen (leaky-gut-Syndrom). Dann haben schädliche Substanzen leichtes Spiel. Sie wandern aus dem Darm in den Blutkreislauf. Dem beugt Buttersäure vor: Sie pflegt die durch Fehlernährung strapazierte Darmschleimhaut und schützt nachweislich vor Entzündungen und Krebs. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Buttersäure das Wachstum aggressiver Krebszellen hemmt und dabei hilft, den Zellstoffwechsel zu normalisieren.

Rechtsdrehende Milchsäure ist der in milchsauren Lebensmitteln häufig enthaltenen linksdrehenden Milchsäure vorzuziehen. Denn linksdrehende Milchsäure wird von den Stoffwechselenzymen nicht abgebaut und kann daher die Übersäuerung sogar begünstigen. Oft reichen die üblichen Mengen rechtsdrehender Milchsäure in milchsauren Lebensmitteln und in vielen handelsüblichen Milchsäurepräparaten zur Nahrungsergänzung für die gewünschten Effekte nicht aus. Empfehlenswert sind mindestens zwei Gramm reine Milchsäure täglich.

Präbiotische Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora

Weniger als 15 Gramm Ballaststoffe werden heute im Schnitt täglich verzehrt. Das ist gerade einmal die Hälfte dessen, was die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt und lediglich ein Sechstel der Ballaststoffe, die die Menschen noch vor 100 Jahren aufnahmen. Präbiotische Ballaststoffe wie Akazienfaser, resistente Stärke und Inulin aus der Topinamburknolle sind eine ideale Nahrung für die gesunden Bifidobakterien. Sie fördern deren Wachstum und Vermehrung. Bifidobakterien verarbeiten die löslichen Ballaststoffe zu kurzkettigen Fettsäuren, die für einen sauren Darm sorgen und in der Zelle eine Vielzahl von wichtigen Schutzfunktionen erfüllen. (Inulin vertragen Personen mit Fruktosemalabsorption nicht!)

Kurzkettige Fettsäuren ernähren und stabilisieren nicht nur die Darmschleimhaut, sondern sie unterstützen auch das Immunsystem in der Bekämpfung krankmachender Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten. Außerdem regulieren sie Entzündungsmechanismen und verhindern nachweislich die Krebsentstehung und Krebsinvasion. Und sie regulieren den Zucker- und Fettstoffwechsel und helfen damit, Übergewicht zu vermeiden. Auch an der Regulation der Calcium-Aufnahme sind sie maßgeblich beteiligt und schützen vor Osteoporose.

Kurzkettige Fettsäuren gelangen vom Darm in das Blut und von dort in die verschiedenen Organe. Die meisten Menschen leiden unter einem Mangel dieser vielseitigen Helfer. Nur bei Laktoseintoleranz und Fruktose-Malabsorption entstehen zu viele kurzkettige Fettsäuren, die dann Blähungen und Durchfall verursachen.

Zusätzlich können Auszüge aus verschiedenen Kräutern (z.B. Melisse, Anis, Fenchel) und Beeren (z.B. Aroniabeeren, Amlabeere, Heidelbeere, Holunderbeere) den Darm stärken. Sie enthalten reichlich sekundäre Pflanzenstoffe und wirken antioxidativ und antientzündlich. 

Besonders darmfreundlich sind auch Chia-Samen, die reich sind an löslichen und unlöslichen Ballaststoffen und antientzündlichen Omega-3-Fettsäuren.

Probiotische Bakterien helfen der Gesundheit auf die Sprünge

Probiotische Lacto- und Bifidobakterien sind gesund: Sie beugen Allergien vor und stärken das Immunsystem, wie eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegt. Sie liefern Nährstoffe und Vitamine (B, A und K) und unterstützen die Aufnahme von Mineralien und Spurenelementen. Außerdem schaffen die Mikroorganismen ein gesundes saures Darmmilieu, ernähren die Darmschleimhaut, sorgen für eine gesunde Stuhlflora und schützen vor gefährlichen Erregern. Und bakterielle Giftstoffe, Quecksilber, Pestizide (Xenobiotika) binden sie auch und schützen so den gesamten Organismus.

Die Darmflora beeinflusst maßgeblich die Infektabwehr. Kein Wunder, denn 70 Prozent aller Immunzellen befinden sich im Darm. Ungefährliche Keime der natürlichen Darmflora aktivieren und trainieren die Abwehrzellen – und bereiten sie so auf die Bekämpfung von Krankheitserregern vor. Doch das funktioniert nur in einem gesunden, milchsauren Dickdarmmilieu.

Antibiotika zerstören die Darmflora entweder teilweise oder sogar ganz. Daher ist es nach einer Antibiotika-Behandlung für die Gesundheit notwendig, die Darmflora mit Prä- und Probiotika wiederaufzubauen, um Folgeinfekten vorzubeugen. Während Antibiotika eingenommen werden, kann die probiotische Hefe Saccharomyces boulardii eine Candida-Überwucherung verhindern.

Präbiotische Ballaststoffe führen zu Blähungen, wenn die Darmflora sehr stark gestört ist und Bifido- und Laktobakterien kaum noch vorhanden sind. In diesem Fall sind Präbiotika besonders wichtig. Doch die Ballaststoff-Dosis sollte langsam gesteigert werden. Und es empfiehlt sich, zusätzlich probiotische Darmbakterien einzunehmen, um die Darmflora und das Darmmilieu umzustellen. Die Keime sollten am besten in gefriergetrockneter Form eingenommen werden. Aber auch lebende Bifidobakterien und Laktobazillen in Joghurts und Trink-Probiotika sind hilfreich. Weil sich probiotische Keime aus Joghurts oder der Apotheke meist nicht auf Dauer im Darm ansiedeln, ist die Stärkung der Darmflora durch den regelmäßigen Verzehr präbiotischer Ballaststoffe besonders wichtig.

Ernährungsumstellung

Letztendlich sind vor allem eine ungesunde Ernährung und Antibiotika die Ursache für ein gestörtes Darmmilieu. Denn die Darmflora lebt von dem, was wir ihr täglich zuführen. Damit die Wirkung der Darmsanierung anhält, ist eine Ernährungsumstellung notwendig: viele Ballaststoffe, basenbildendes Obst und Gemüse und ausreichend Flüssigkeit. Menschen, die unter einem Reizdarmsyndrom, Darmentzündungen, häufigen Durchfällen oder Verstopfung und ausgeprägten Verdauungsstörungen leiden, ist eine komplette Darmsanierung anzuraten.

Tipps für die erfolgreiche Darmpflegekur 

Gönnen Sie sich und Ihrem Darm eine Intensivkur von 3 Monaten. Sie werden den Effekt der Reinigung und Regeneration als Verbesserung Ihrer Gesundheit und Vitalität deutlich spüren.

1. Woche: Nehmen Sie abends 10 ml Aronia-Elixier, 1 Messlöffel Sanacolon, probiotische Bakterien (LaktoBifido) und (bei Übersäuerung) ca. 5 g Dr. Jacob’s Basenpulver in viel reinem Wasser ein.

Ab 2. bis 12. Woche: Aronia-Elixier, Sanacolon, probiotische Bakterien und ggf. Citrate vormittags und abends. Abends zusätzlich 1-2 Messlöffel Regenerat imun. Viel trinken!

Diese Mischung macht übrigens nicht nur satt, sondern regt auch den Stoffwechsel an und stabilisiert so das Körpergewicht.

Generell gilt: Eine Wirkung tritt nur bei ausreichender Dosierung der einzelnen Komponenten ein. Dies ist bei vielen Mitteln nicht der Fall. Bei der Einnahme empfehlen wir, dass Sie die Dosierung Ihrem Empfinden anpassen. Sie selbst haben das beste Gespür für eine optimale Dosis. 

Massieren Sie jeden Morgen ca. 3-5 Minuten mit einem Massage-Öl oder einer Bürste den Bauch in kreisenden Bewegungen (im Uhrzeigersinn). Achten Sie auch auf eine tiefe Bauchatmung, denn jeder wirklich tiefe Atemzug ist eine innere Massage. Die allerbeste Darmkur nützt auf Dauer nicht viel, wenn Sie genauso weiter essen und stressen wie vorher. Nutzen Sie daher die gute Situation direkt nach der Kur, um einige Gewohnheiten zu verändern. Bauen Sie mehr Ballaststoffe in die Ernährung ein. Nehmen Sie sich Zeit zum Genießen und Kauen. 

Nehmen Sie bei Bedarf dauerhaft ballaststoffreiche Ergänzungsmittel in geringerer Dosis weiter ein, um die Darmfunktion zu regulieren und die Darmflora zu stärken.

Ein Labortest gibt Gewissheit

Diagnostisch lässt sich in einem Speziallabor der Zustand des Darms durch eine genaue Erfassung der Mikroökologie mit Beurteilung des vorherrschenden bakteriellen Stoffwechseltyps (Stuhl-pH-Wert), der kurzkettigen Fettsäuren, der pathogenen Keime, Pilze sowie der Darmflora ablesen. Dazu muss nur eine Stuhlprobe eingeschickt werden.

PDF hier kostenlos herunterladen!

Download PDF