Curcumin K2 – für starke Knochen, Immunsystem, gesunde Entzündungsreaktion

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Curcumin-Phospholipid-Komplex mit Vitamin K1, K2 und D3

  1. Hohe Bioverfügbarkeit: 29-mal höhere Bioverfügbarkeit von Curcumin im Phospholipid-Komplex 
  2. Bestens bewährt: In 28 klinischen Studien mit 2000 Teilnehmern getestet  
  3. Ohne Piperin/Pfefferextrakt: keine Arzneimittel-Interaktionen
  4. Mit den Vitaminen D3, K1 und K2 für Knochen und Immunsystem
  5. Hochstabiles Vitamin K2
  6. Bei Schmerzen und Entzündungen, Rheuma, Arthrose, Osteoporose und zur Unterstützung bei Krebserkrankungen

Dr. Jacob’s Curcumin K2 wurde speziell für starke Knochen, das Immunsystem und für eine gesunde Entzündungsreaktion entwickelt. Es enthält neben dem besonderen Komplex aus Curcumin-Phospholipid (mit 29-mal höherer Bioverfügbarkeit) langkettiges, natürliches Vitamin K2 (Menaquinon) sowie Vitamin K1 und D3. 

Dr. Jacob’s Curcumin K2 stärkt Knochen und Immunsystem und mildert Entzündungsreaktionen.

Wirkungen von Curcumin

Curcumin (Dieferuloylmethan), die farbgebende Komponente des Currypulvers, kommt in der Gelbwurz (Curcuma longa) vor und wird traditionell in der indisch-südostasiatischen Küche als Gewürz verwendet. In den asiatischen Ländern wird Curcumin auch als natürliches Heilmittel bei Entzündungen und Leber- sowie Magen-Darm-Problemen eingesetzt. 

Curcumin zählt zu den am besten untersuchten Naturprodukten: Über 3.000 präklinische Studien widmeten sich bislang der Erforschung des natürlichen Heilmittels. Epidemiologische Studien zeigten ein antikanzerogenes Potential und damit eine mögliche chemopräventive Wirkung bei Krebs (Hadi et al., 2000; Surh, 1999; Surh et al., 2001; Kawamori et al., 1999; Aggarwal et al., 2003, Dhillon et al., 2008).

Basierend auf etwa 3000 Studien fasst eine Übersichtsstudie die weiteren Wirkungen von Curcumin zusammen (Aggarwal et al., 2003):

  • Herz und Gefäße: anti-arteriosklerotisch, reduziert Cholesterinspiegel im Blut und verhindert die LDL-Oxidation, verhindert die Aggregation der Blutplättchen, Thrombose und Herzinfarkte
  • Nerven und Gehirn: hemmt Multiple Sklerose und Alzheimer
  • hemmt die Replikation von HIV und wirkt gegen Leishmaniose
  • unterstützt die Wundheilung, günstig bei entzündlichen Hauterkrankungen und Ekzemen
  • schützt vor Leberschäden, fördert die Absonderung von Gallenflüssigkeit 
  • unterdrückt die Symptome von Diabetes Typ II und rheumatoider Arthritis 
  • schützt vor Katarakt
  • schützt vor Lungenschäden und Fibrose 

Zusätzliche Wirkungen:

  • Curcumin verlangsamt Alterungsprozesse im Gehirn und wirkt Entstehung von Alzheimer entgegen, indem es gezielt die Mitochondrien (Zellkraftwerke) schützt.
  • Curcumin lindert Gallen-, Magen- und Darmbeschwerden, Verdauungsprobleme.
  • Curcumin senkt Histamin-Spiegel und reduziert entzündliche Reaktionen.
Antikanzerogene Ansatzpunkte von Curcumin (Aggarwal et al., 2003)
Antikanzerogene Ansatzpunkte von Curcumin (Aggarwal et al., 2003)

Curcumin wirkt in vielfacher Weise krebshemmend

  • Die antikanzerogene Wirkung von Curcumin ist darauf zurückzuführen, dass es die Proliferation verschiedener Krebszellen verhindert. Außerderm hemmt es die Transkriptionsfaktoren NF-κB, AP-1 und Egr-1 und die Produktion von COX2, LOX, NOS, MMP-9, uPA und TNFalpha sowie von Chemokinen, Zelloberflächen-Adhäsions-Molekülen, Cyclin D1 und von Wachstumsfaktoren wie EGFR und HER2. Curcumin hemmt zudem die JNKs und sowohl Tyrosin- als auch Serin/Threonin-Kinasen. 
  • Curcumin wirkt antioxidativ und entzündungshemmend (NFkappaB). 
  • Außerdem wird vermutet, dass es nicht nur die Tumorbildung, sondern auch die Metastasierung von Tumoren verhindern kann (Aggarwal et al., 2003).
  • Curcumin reduziert deutlich Darmpolypen als Darmkrebsvorstufe bei Patienten mit familiärer adenomatösen Polyposis (Cruz-Correa et al., 2006).
  • Curcumin bremst die Bildung von Brustkrebs-Metastasen und ist besonders wirkungsvoll in Kombination mit Paclitaxel (Aggarwal et al., 2005).
  • Curcumin hemmt in aggressiven Krebszellen das Glyoxalase-1-Enzym, das linksdrehende Milchsäure herstellt, und senkt dadurch die Milchsäure-Produktion von Krebszellen (Santel et al., 2008).
  • Curcumin senkt die Konzentration des RANK-Liganden (receptor activator of nuclear factor-kappaB ligand) im Knochenmark, hemmt die Entwicklung von Osteoklasten und den Knochenabbau (Oh et al., 2008).
  • Die mitochondriale Dysfunktion ist Ursache vieler Erkrankungen und spielt bei Krebs eine zentrale Rolle. Nach Dr. Kremer kann Curcumin Lichtquanten auf der gleichen Wellenlänge absorbieren und emittieren wie entscheidende Komponenten in den Atmungsketten der Mitochondrien. Dadurch sollen die gestörten Lichtquantenprozesse wieder reguliert, bzw. in Gang gesetzt und somit wieder eine gezielt ablaufende Zellfunktion erreicht werden (Überbrückungsfunktion). 

Antikanzerogene Wirkung von Curcumin bei Prostatakrebs (von Löw et al., 2007)

in vitro-

Effekte

  • Herabregulation des EGF-Rezeptorproteins
  • Hemmung der EGF-Rezeptor-Tyrosinkinase, Hemmung der Liganden-induzierten Aktivierung des EGF-Rezeptors
  • Herabregulation der AR-Expression, Aktivierungshemmung von AP-1, Akt und NF-KappaB, Herabregulation von CBP (CREB binding protein)
LNCaP-, DU-145-Zellen
  • Induktion der Apoptose
  • Aktivierungshemmung von NF-KappaB
  • Herabregulation der Bcl-2- und Bcl-xL-Genexpression
  • Hemmung der EGF-R-Phosphorylierung
metastasierende C4-2B Zellen
in vivo-Effekte
  • Hemmung des Tumorwachstums und der Neoangiogenese
  • Induktion der Apoptose 
Mäuse mit LNCaP-Zell-Tumoren

Curcumin-Phospholipid-Komplex 

Die bislang wirkungsvollste Form von Curcumin ist ein Curcumin-Phospholipid-Komplex:

Der Curcumin-Phospholipid-Komplex erreicht eine 29-mal höhere Bioverfügbarkeit als herkömmliches Curcumin (Cuomo et al., 2011). Dies wurde in einer doppelblinden, randomisierten Studie festgestellt. Der Curcumin-Phospholipid-Komplex steigert vor allem die Aufnahme der demethoxylierten Formen des Curcumins; es werden besonders hohe Blutwerte von Demethoxycurcumin erreicht. Dieses zeigte in in-vitro-Studien eine besonders starke antiinflammatorische Wirkung. Der Curcumin-Phospholipid-Komplex fördert daher auf zweifache Weise die positiven Wirkungen des Curcumins (Cuomo et al., 2011). 

Häufig wird zur Steigerung der Bioverfügbarkeit von Curcumin Piperin-Pfefferextrakt eingesetzt. Dieser geht jedoch mit einer Hemmung von CYP-Entgiftungsenzymen einher. Der Curcumin-Phosphlipid-Komplex zeigt diese Nebenwirkung nicht. 

Der Curcumin-Phospholipid-Komplex erreichte in einer Doppelblindstudie eine deutliche Verbesserung der Schmerzsymptomatik, des Entzündungsgeschehens und Beweglichkeit bei Arthrose. Die 50 Patienten und Patientinnen nahmen drei Monate lang täglich 200 mg Curcumin in Form des Curcumin-Phospholipid-Komplexes ein. Der WOMAC-Score, der Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkung der Betroffenen misst, sank durchschnittlich um 58 %. Die Gehstrecke der Patientinnen verlängerte sich von 76 m auf 332 m, der CRP-Wert sank von 168±18 auf 11,3±4,1 mg/L in der Untergruppe mit erhöhtem CRP-Wert (Belcaro et al., 2010). 

Der Curcumin-Phospholipid-Komplex wirkt auch der Entwicklung von Retinopathie bei Diabetes mellitus entgegen (Kowluru et al., 2007) und verhindert dauerhaft Rezidive von Uveitis bei Patienten mit Autoimmun-Uveitis, Herpes-Uveitis und Uveitis anderen Ursprungs. Dies ergab eine Studie mit 106 Patienten, die täglich 2x 600 mg Curcumin-Phospholipid-Komplex (entspricht 240 mg Curcumin/Tag) aufnahmen.  Bei mehr als 80 % der Patienten verbesserten sich die Symptome bereits nach wenigen Wochen. Vermutlich ist der Curcumin-Phospholipid-Komplex auch wirksam bei entzündlichen und degenerativen Augenerkrankungen wie dem trockenem Auge, Maculopathie, Glaukom und diabetischer Retinopathie (Allegri et al., 2010). 

Kombination von Curcumin-Phospholipid mit Vitamin K2 und Vitamin D

Vitamin K2 und das Curcumin-Phospholipid wirken beide antientzündlich, weshalb Curcumin K2 sowohl gegen chronische als auch akute Entzündungen hilft. Da entzündliche Prozesse den Knochenabbau fördern, ist die Kombination aus Curcumin, Vitamin K2 und Vitamin D insbesondere auch zur Prävention und unterstützenden Therapie von Osteoporose empfehlenswert. Vitamin K2 und Vitamin D tragen zudem zum Erhalt stabiler Knochen bei, indem sie den Knochenaufbau fördern und den Knochenabbau durch Osteoklasten hemmen. Auch bei einer Arthrose, die häufig mit Osteoporose einhergeht, ist Curcumin K2 hilfreich. Die Kombination wirkt gleichzeitig beiden Erkrankungen entgegen und kann so dazu beitragen, die Beweglichkeit und Selbstständigkeit der Betroffenen zu erhalten sowie Schmerzen zu lindern (Belcaro et al., 2010; s.o.). 

Bei einigen Krebserkrankungen, wie beispielsweise Prostata- und Brustkrebs, besteht ein hohes Risiko für Knochenmetastasen. Knochenmetastasen werden durch eine geringe Knochendichte und Osteoporose begünstigt. Curcumin K2 fördert die Knochenstabilität und hemmt entzündliche Prozesse, die zum Knochenabbau beitragen.  Auf diese Weise kann Knochenmetastasen vorgebeugt werden.

Besonders bei einer Hormonentzugstherapie ist die Einnahme des Curcumin-Phospholipid-Komplexes in Kombination mit den Knochen-stärkenden Vitaminen K1, K2 (Menaquinon) und D3 empfehlenswert, weil unter Hormonentzug das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich ansteigt. 

Vitamin K2 wirkt zudem selbst krebshemmend: Eine Forschergruppe vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg zeigte 2008 in einer Studie, dass das Prostatakrebs-Risiko in der Gruppe der Probanden mit der höchsten Vitamin K2-Aufnahme (nicht aber K1) 35 % niedriger war als in der Gruppe mit der niedrigsten Vitamin K2-Aufnahme. Beim fortgeschrittenen Prostatakrebs war das Risiko sogar 63 % niedriger (Nimptsch et al., 2008). Auch Vitamin D zeigt in zahlreichen Studien krebshemmende Wirkungen. 

Vitamin K2 schützt Knochen und Blutgefäße

Vitamin K2 (Menaquinon) hat eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit und Aktivität als Vitamin K1. Studien (Übersicht: Plaza und Lamson, 2005) zeigen, dass dieses Vitamin eine wesentliche Rolle dabei spielt, das Calcium aus dem Blut, wo es schaden kann, in die Knochen zu bringen, wo es hingehört. 

Vitamin K2 hemmt u. a. die Osteoklasten-Aktivität. Eine Osteoporose-Therapie mit Vitamin D kann durch Vitamin K2 unterstützt werden. K2 wurde in verschiedenen klinischen Studien auf seine Wirksamkeit in der Osteoporose-Prophylaxe und -Therapie getestet: Bei Frauen nach der Menopause wirken 45 µg Vitamin K2 signifikant gegen Osteoporose. Diese Wirkung kann durch Vitamin D und Biphosphonate noch synergistisch gesteigert werden. 

Vitamin K2 stimuliert die Bildung von Osteoblasten (Zellen für Knochenaufbau) und unterdrückt die Bildung von Osteoklasten (Zellen für Knochenabbau) durch Hemmung von NF-κB-Aktivierung (Yamaguchi und Weitzmann, 2011). Vitamin K2 hemmt Osteoklasten durch Senkung von RANKL bei Rheuma-Patienten (Morishita et al., 2008).

Neueste Studien zeigen, dass Vitamin K2 die Fähigkeit hat, sowohl Arterienverkalkung als auch Osteoporose zu verhindern, indem es dafür sorgt, dass Calcium in den Knochen eingelagert und nicht in den Arterien gespeichert wird. 

Patienten mit einem Mangel an Calcium in den Knochen haben einen Überschuss an Calcium in den Arterien und umgekehrt. Der Mangel an Calcium in den Knochen führt zu Osteoporose, während Calcium-Ablagerungen in den Arterienwänden die Ursache von koronaren Herzkrankheiten und anderen Formen von Herz-Kreislauf-, Nieren- und neurodegenerativen Krankheiten sind. Studien deuteten darauf hin, dass der Calcium-Stoffwechsel ohne Vitamin K nicht funktioniert.

Vitamin K2 schützt die Knochen

Das bekannteste GLA-Protein heißt Osteocalcin, ein Protein, das Calcium in die Knochen einlagert. Um Calcium in den Knochen einlagern zu können, benötigt es Vitamin K2. Bei einem Mangel an K2 kann Osteocalcin Calcium nicht regulieren. Dadurch verringert sich der Calcium-Gehalt in den Zähnen und Knochen, wodurch diese porös werden. Gleichzeitig lagert sich Calcium in den Arterien ab. Studien zeigten, dass Vitamin K2 diesen Vorgang umkehren kann.

Vitamin K2 ist für den Aufbau kräftiger Knochen genauso wichtig wie Calcium und Vitamin D3. Das Vitamin wird für die Aktivierung von Osteocalcin benötigt. Bei einem Mangel an Vitamin K2 kommt es deshalb selbst bei ausreichender Zufuhr von Calcium und Vitamin D3 zur Abnahme der Knochendichte und zu Osteoporose. Gleichzeitig wird das Calcium, das eigentlich für den Aufbau stabiler Knochen verwendet werden sollte, in den Arterienwänden abgelagert, wo es Arteriosklerose fördert. Bereits 1984 beobachteten Wissenschaftler, dass Patienten mit Osteoporose-bedingten Frakturen 70 % weniger Vitamin K im Serum aufwiesen als eine Kontrollgruppe gleichen Alters.

Eine Auswertung von sieben Doppelblindstudien, bei denen Erwachsenen Vitamin K2 als Nahrungsergänzung verabreicht wurde, ergab, dass es das Risiko von Wirbelbrüchen um 60 %, von Hüftfrakturen um 77 % und das Risiko für alle Frakturen, die nicht den Wirbelapparat betreffen, sogar um 81 % senkte. Vitamin K2 reduziert auch den Abbau der Knochendichte.

Vitamin K2 wirkt Gefäßverkalkung entgegen

Vitamin K2 ist unverzichtbar für ein gesundes Herz-Kreislauf-System. In der großen Rotterdam-Herz-Studie (Geleijnse et al., 2004) wurde nachgewiesen, dass Menschen, die sich über den zehnjährigen Beobachtungszeitraum hinweg von Nahrungsmitteln mit einem hohen Anteil an natürlichem K2 (mindestens 32 µg täglich) ernährten, deutlich weniger Calcium-Ablagerungen in ihren Arterien und eine weit bessere Herz-Kreislauf-Gesundheit aufwiesen.

Diese Studie umfasste 4807 Männern und Frauen über 55 Jahren (zu Studienbeginn) und ergab, dass Vitamin K2 - aber nicht K1 - das Risiko, eine Gefäßverkalkung zu entwickeln oder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um 50 % reduzierte – und dies ganz ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

Länger als ein halbes Jahrhundert glaubte man, dass Vitamin K lediglich für eine normale Blutgerinnung nötig sei. In den letzten Jahren wurde allerdings das Matrix-GLA-Protein (MGP) entdeckt. MGP ist der wirksamste Hemmfaktor bei Gefäßverkalkung und kann nur durch Vitamin K2 aktiviert werden. Ein Mangel an Vitamin K2 führt deshalb unweigerlich zu Arterienverkalkung. Tatsächlich enthält gesundes Arteriengewebe 100-mal mehr K2 als verkalkte Arterien.

In einer Tierstudie eines Forscherteams vom Cardiovascular Research Institute der Universität Maastricht, konnte nachgewiesen werden, dass Vitamin K2 die Kalzifikation nicht nur verhindert, sondern sogar umkehren kann. In der Studie wurde Laborratten der Blutgerinnungshemmer Warfarin verabreicht, um eine Verkalkung der Arterien herbeizuführen. Danach erhielt ein Teil der Ratten Vitamin-K2-haltiges Futter. Dies führte im Vergleich zur Kontrollgruppe mit normalem Futter zu einer massiven Verminderung des Calcium-Gehalts in den Arterien von 50 %. „Unsere Studie ist besonders maßgeblich, da gezeigt werden konnte, dass die zusätzliche Zufuhr von Vitamin K2 eine Umkehr der Arterienverkalkung bewirken kann“, kommentiert Studienleiter Leon Schurgers die Forschungsergebnisse. 

Vitamin K in der Nahrung

Vitamin K kann nicht vom Körper produziert werden. Daher ist der Mensch von der Zufuhr über Nahrungsmittel abhängig. Es gibt jedoch eindeutige Anzeichen dafür, dass die westliche Bevölkerung aufgrund der Ernährungsweise zu wenig Vitamin K zu sich nimmt. Die zwei wichtigsten Arten von Vitamin K sind K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinon).

Vitamin K1 findet man in grünem Blattgemüse, wie Spinat, Kohl und Brokkoli. Allerdings wird nur sehr wenig Vitamin K1 vom Körper aufgenommen. Nur etwa 10 % der insgesamt verzehrten Menge gelangen in den Blutkreislauf. Vitamin K1 hat zudem eine kurze Halbwertszeit im Körper von nur 1-2 Stunden. Daher verarbeitet die Leber bereits einen Großteil dieses Vitamins für die Blutgerinnung, wodurch für alle anderen Gewebe (u.a. für Funktionen im Herz-Kreislauf-System und im Knochenstoffwechsel) nur noch wenig übrigbleibt. Dies erklärt, warum Vitamin K1 keine oder nur eine sehr geringe Wirkung auf die Gesundheit von Herz und Knochen hat.

Vitamin K2 hat hingegen eine außergewöhnlich hohe Bioverfügbarkeit und wird vom Körper optimal aufgenommen. Es hat zudem eine viel längere Halbwertszeit und ist bis zu 72 Stunden im Körper verfügbar, so dass es auch für extrahepatische Funktionen verwendet werden kann. Vitamin K2 mit 7 Isoprenoid-Einheiten in der Seitenkette (Menaquinon-7, MK-7) ist Studien zufolge die wirksamste Form von Vitamin K. Biologisch aktiv ist allerdings nur die trans-Form des Moleküls. 

Vitamin K2 kommt hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln wie z.B. Fleisch, Innereien, Butter, Eidotter und in bestimmten Käsesorten vor. Diese Nahrungsmittel enthalten aber nur geringe Mengen an Vitamin K2, wobei es sich zudem hauptsächlich um Menaquinon-4 handelt. Sie müssten daher in großen Mengen konsumiert werden. In einem gesunden Darm produzieren aber auch bestimmte Bakterien Vitamin K2 (MK-7 bis MK-11). 

Die beste Quelle für natürliches Vitamin K2 ist das aus fermentierten Sojabohnen hergestellte traditionelle japanische Natto-Gericht. Natto hat eine außergewöhnlich hohe Konzentration an natürlichem K2 in Form des langkettigen Menachinon-7 (MK-7). Leider reduziert der intensive Geruch und gewöhnungsbedürftige Geschmack von Natto die Attraktivität für die westliche Welt. In Japan wird Natto allerdings seit Generationen oft täglich und bereits zum Frühstück mit Reis gegessen. Isoliertes Vitamin K2 wird durch bakterielle Fermentation gewonnen.

Vitamin K2

Das optimale Vitamin K2

Curcumin K2 enthält 100 % Vitamin K2 als Menaquinon-7 in der biologisch aktiven trans-Form. Menaquinon ist die wirksamste Form von Vitamin K mit der höchsten Bioverfügbarkeit und Bioaktivität. Wissenschaftler der Universität von Maastricht beschäftigen sich seit mehr als 30 Jahren mit der Erforschung von Vitamin K. Sie haben die Bioverfügbarkeit und Bioaktivität von Vitamin K1, Vitamin K2 als MK-4 und Vitamin K2 als MK-7 getestet. Ergebnis: Die Aufnahme und Wirkungsdauer von Menaquinon-7 ist den anderen Vitamin K Formen weit überlegen.

Vitamin K2 ist sehr instabil und kann leicht durch Druck, Licht, hohe Temperaturen, Säuren oder Basen beschädigt werden. Zum Erhalt der Stabilität ist das Vitamin K2 in Curcumin K2 doppelt mikroverkapselt.  

Vorteile von Vitamin K2

  • wird zu 100 % vom Körper aufgenommen
  • erreicht rasch eine hohe Konzentration im Blut
  • hat die höchste Bioaktivität, bis zu 72 Stunden
  • ist auch außerhalb der Leber voll aktiv wie z.B. in den Knochen und Arterien
  • aktiviert alle Vitamin-K abhängigen Proteine

Ist Vitamin K2 sicher?

Vitamin K2 ist kein Medikament, sondern eine natürliche Nahrungsergänzung. Vitamin K2 verursacht keine zu starke Blutgerinnung, denn die für die Blutgerinnung verantwortlichen Proteine haben nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit für Vitamin K2. Sobald eine Sättigung erreicht ist, kann Vitamin K2 die Blutgerinnung nicht mehr beeinflussen. Cees Vermeer von der Universität Maastricht vergleicht dies mit der Einnahme von Vitamin C, das für den Aufbau von Kollagen benötigt wird. Nimmt man zu viel Vitamin C zu sich, entsteht trotzdem kein Überschuss an Kollagen. So führt auch eine zusätzliche Einnahme von Vitamin K2 nicht zu einer erhöhten Blutgerinnung. Diese Prozesse regeln sich von selbst. Neueste Studien zeigen, dass sich die tägliche Einnahme von 45 µg Vitamin K2 (Menaquinon) nicht störend auf die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten auswirkt und kein Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln darstellt. Trotzdem sollten die Blutwerte (insbesondere die Gerinnung) ständig kontrolliert werden, falls Blutverdünner eingenommen werden und die Verwendung von Vitamin K2 gewünscht ist.

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